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Deine Lernhilfe

Lagerwirtschaft – fit für die Schulaufgabe

Kurze Erklärungen, viele Beispiele aus deinen Unterlagen, sofort selbst rechnen. Geh die Kapitel der Reihe nach durch.

3-Tage-Plan
Tag 1: Kapitel 1–3 (Kosten, Risiken, die drei Bestände).
Tag 2: Kapitel 4–6 (Ø-Bestand, Umschlag, Lagerdauer).
Tag 3: Kapitel 7–8 (Bezugskalkulation, Diagramm & Schaltungen) + Test + Spickzettel.
So funktioniert's
Erst die kurze Erklärung, dann ein vorgerechnetes Beispiel, dann rechnest du selbst. Punkte sammeln sich unten rechts – nur für dich.
Kapitel 1

Lagerkosten: fix oder variabel?

Ein Lager kostet Geld. Diese Kosten teilt man in fixe und variable Kosten.

Fixe Kosten

Unabhängig von der Lagermenge. Sie bleiben gleich, egal wie viel im Lager liegt.

Personal, Lagerraum-Miete, Heizung, Versicherung.

Variable Kosten

Abhängig von der Lagermenge. Mehr Ware = mehr Kosten.

Verderb, Schwund, Zinsen aufs gebundene Kapital, Verpackung.

Die 5 Lagerkostengruppen

GruppeBeispiele
PersonalLöhne, Weihnachtsgeld, Sozialversicherung der Lagerarbeiter
LagerräumeMiete, Heizung, Strom, Reinigung, Versicherung
Gelagerte WareVerderb, Schwund, Diebstahl, Zinsen aufs gebundene Kapital
BetriebsmittelGabelstapler: Wartung, Reparatur, Abschreibung
MaterialBüromaterial, Verpackung (Kartons, Klebeband)
Kapitalbindung – wichtig für den Test
Das Geld, das in der eingelagerten Ware steckt, ist „gebunden": Es steht nicht für anderes zur Verfügung, bis die Ware verkauft ist. Man könnte es sonst anlegen (Zinsen) – dieser entgangene Gewinn zählt als Kosten.

Übung: Ordne zu (aus Aufgabe 1.1)

Tippe eine Karte an, dann tippe die passende Gruppe.

Wartung des Gabelstaplers
Diebstahl von Ware
Weihnachtsgeld Lagerarbeiter
Strom für Lagerbeleuchtung
Kartons & Klebeband
Zinsen aufs Lagerkapital
Personal
Lagerräume
Gelagerte Ware
Betriebsmittel
Material
Beispiel Fixe & variable Kosten trennen aus Aufgabe 3.1

Aufgabe: Miete 2.500 €, Strom 400 €, Personal 6.000 €, Verpackung 1.200 €, Verderb 800 €, Zinsen aufs Lagerkapital 1.100 €. Berechne fixe + variable Kosten, Gesamtkosten und den Prozentanteil der variablen Kosten.

1 Fixe Kosten (mengenunabhängig): Miete + Strom + Personal
2.500 + 400 + 6.000 = 8.900 €
2 Variable Kosten (mengenabhängig): Verpackung + Verderb + Zinsen
1.200 + 800 + 1.100 = 3.100 €
3 Gesamtkosten:
8.900 + 3.100 = 12.000 €
4 Anteil variable Kosten:
3.100 ÷ 12.000 × 100 = 25,8 %
25,8 %
Übung: Fixe Kosten sind Miete 3.000 €, Personal 5.500 €, Versicherung 600 €. Wie hoch sind die fixen Kosten gesamt (€)?
Lösung3.000 + 5.500 + 600 = 9.100 €
Kapitel 2

Lagerrisiken

Je mehr und je länger Ware liegt, desto höher das Risiko, dass sie an Wert verliert. Vier Risiken solltest du sicher zuordnen können.

RisikoWas passiertTypische Ware
Technischer FortschrittNeue Produkte lösen alte abSmartphones, Elektronik
Mode / TrendWare wird zum „Ladenhüter"Kleidung, Saisonware
QualitätWare verschlechtert sich (Rost, Verblassen)Stahl, Farben
VerderbWare wird ungenießbarLebensmittel: Fisch, Milch, Obst
Frage: Ein Händler lagert Smartphones. Welches Risiko ist am wichtigsten?
Frage: Welches Risiko betrifft 200 übrig gebliebene Winterjacken am Saisonende?
Fallbeispiel Zu hoher Bestand aus Aufgabe 2.2

Situation: 200 Winterjacken bleiben übrig und sind nächste Saison wohl unverkäuflich.

Zwei wirtschaftliche Folgen:

  • Hohe Kapitalbindung – das Geld steckt in den Jacken und fehlt für anderes.
  • Weiterlaufende Lagerkosten – Raum, Versicherung, Zinsen, obwohl die Ware kaum noch verkäuflich ist (Risiko Mode/Trend).

Maßnahme: Saisonschlussverkauf mit kräftigen Rabatten oder Verkauf über Outlet/Restpostenhändler. So holt man wenigstens einen Teil des Kapitals zurück und räumt das Lager. Künftig: kleinere Bestellmengen.

Kapitel 3 · Kernthema

Mindest-, Melde-, Höchstbestand

Das ist das Herzstück. Drei Bestände + zwei Formeln.

BestandBedeutung
Mindestbestand (eiserner Bestand)Notreserve, nur im Notfall unterschreiten. Oft als „x-facher Tagesverbrauch".
MeldebestandHier muss neu bestellt werden (= Bestellzeitpunkt).
HöchstbestandObergrenze – so voll wird das Lager nach Lieferung höchstens.

Formel 1: Meldebestand

Meldebestand = (Tagesverbrauch × Lieferzeit) + Mindestbestand
Aufpassen: Lieferzeit = alles bis zur Ankunft
Wenn die Aufgabe Bearbeitungszeit und Lieferzeit nennt, musst du beide addieren. Beispiel: 3 Tage Bearbeitung + 6 Tage Lieferung = 9 Tage.
Beispiel Meldebestand Lehrbuch-Beispiel

Aufgabe: Tagesverbrauch 5 Stück, Lieferzeit 6 Tage, Mindestbestand 15 Stück. Meldebestand?

1 Verbrauch in der Lieferzeit:
5 × 6 = 30 Stück
2 + Mindestbestand:
30 + 15 = 45 Stück
3 Meldebestand = 45 Stück
Profi-Beispiel Bearbeitung + Lieferzeit aus Aufgabe 3 (Eisenhammer AG)

Aufgabe: Eiserner Bestand 2.000 t. Pro Arbeitswoche (5 Tage) gehen 350 t in die Produktion. Lieferzeit 6 Tage, Bearbeitung der Bestellung 3 Tage. Meldebestand?

1 Tagesverbrauch ausrechnen (350 t auf 5 Tage):
350 ÷ 5 = 70 t pro Tag
2 Gesamte Zeit bis Lieferung: Bearbeitung + Lieferzeit
3 + 6 = 9 Tage
3 Meldebestand-Formel:
(70 × 9) + 2.000 = 630 + 2.000 = 2.630 t
4 Meldebestand = 2.630 Tonnen

Formel 2: Bestellmenge

Bestellmenge = Höchstbestand − Mindestbestand
Beispiel Bestellmenge

Aufgabe: Platz für 80 Trainingsanzüge (Höchstbestand), Mindestbestand 15 Stück. Bestellmenge?

1 Formel einsetzen:
80 − 15 = 65 Stück
2 Bestellmenge = 65 Stück
Übung (Bio-Apfelsaft, aus Aufgabe 5): Tagesverbrauch 15 Flaschen, Lieferzeit 5 Tage, Mindestbestand 60 Flaschen. Wie hoch ist der Meldebestand?
Lösung(15 × 5) + 60 = 75 + 60 = 135 Flaschen
Übung: Höchstbestand 250 Flaschen, Mindestbestand 60 Flaschen. Wie hoch ist die Bestellmenge?
Lösung250 − 60 = 190 Flaschen
Kapitel 4 · Kennzahl 1

Durchschnittlicher Lagerbestand

Die wichtigste Grundzahl – Umschlag und Lagerdauer bauen darauf auf.

Einfache Variante (nur 2 Werte)

Ø Bestand = Anfangsbestand + Endbestand2

Genaue Variante (mit Monatswerten)

Ø Bestand = Anfangsbestand + Summe der 12 Monatsendbestände13 1 Anfangswert + 12 Monatswerte = 13 Zahlen → durch 13
Der Klassiker-Fehler
Bei 12 Monatswerten teilst du durch 13, nicht durch 12 – der Anfangsbestand zählt mit!
Beispiel Trainingsanzug „ISAR" Chiemgauer Sportmoden

Aufgabe: Anfangsbestand 80 Stück. Die 12 Monatsendbestände: 75, 41, 62, 76, 56, 48, 42, 77, 75, 32, 48, 68. Ø Lagerbestand?

1 Alle 13 Werte addieren:
80+75+41+62+76+56+48+42+77+75+32+48+68 = 780
2 Durch 13 teilen:
780 ÷ 13 = 60
3 Ø Lagerbestand = 60 Stück
4 Gebundenes Kapital (× Einstandspreis 18 €):
60 × 18 € = 1.080 €
Übung (einfach): Anfangsbestand 600 €, Endbestand 1.200 €. Ø Lagerbestand?
Lösung(600 + 1.200) ÷ 2 = 900 €
Übung (Spax-Schrauben, aus Aufgabe 2): Anfangsbestand 750 €, Summe der 12 Monatsendbestände 14.200 €. Ø Lagerbestand?
Lösung(750 + 14.200) ÷ 13 = 14.950 ÷ 13 = 1.150 €
Kapitel 5 · Kennzahl 2

Lagerumschlagshäufigkeit

Wie oft wird das Lager pro Jahr komplett verkauft? Hoch = gut.

Umschlagshäufigkeit = Warenabsatz (Jahresabsatz)Ø Lagerbestand
Wortgleich
„Warenabsatz", „Jahresabsatz", „Wareneinsatz" oder „Warenverkauf" meinen hier dasselbe: die Menge (oder den Wert), die im Jahr aus dem Lager raus ging.
Beispiel ISAR-Anzüge Chiemgauer

Aufgabe: Verkauf 1.200 Anzüge, Ø Lagerbestand 60 Stück. Umschlag?

1 Einsetzen:
1.200 ÷ 60 = 20
2 Umschlag = 20-mal pro Jahr
Was es bedeutet
Hoch = Ware geht schnell raus, wenig Kapital gebunden = gut. Niedrig = Ware liegt lange, Geld liegt brach.
Übung (Spax, aus Aufgabe 2): Warenabsatz 6.900 €, Ø Lagerbestand 1.150 €. Umschlag?
Lösung6.900 ÷ 1.150 = 6
Transferaufgabe Sinkender Umschlag aus Aufgabe 4 (Sporttaschen)

Situation: Umschlag bei Sporttaschen sinkt: Q1 12,2 → Q2 12,0 → Q3 11,5 → Q4 11,0.

Entwicklung: Der Umschlag sinkt über das Jahr stetig. Die Taschen bleiben also länger im Lager – das ist ungünstig (mehr Kapitalbindung, höhere Lagerkosten).

Mögliche Gründe:

  • Nachfrage ist gesunken (weniger Kunden, Modewechsel).
  • Zu hohe Bestellmengen / zu viel eingekauft.
  • Neue Konkurrenz oder veraltetes Sortiment.

Zwei Maßnahmen zur Erhöhung des Umschlags:

  • Bestände senken (kleinere Mengen bestellen) → Ø-Bestand sinkt → Umschlag steigt.
  • Absatz ankurbeln (Werbung, Rabatte) → mehr Verkauf → Umschlag steigt.

Entscheidung (Beispiel): Bestände senken ist meist schneller und günstiger umzusetzen als eine teure Werbeaktion – daher zuerst die Bestellmengen reduzieren.

Kapitel 6 · Kennzahl 3

Durchschnittliche Lagerdauer

Wie viele Tage liegt ein Artikel im Schnitt im Lager?

Ø Lagerdauer = 360 TageUmschlagshäufigkeitkaufmännisches Jahr = 360 Tage
Beispiel ISAR-Anzüge

Aufgabe: Umschlag 20. Lagerdauer?

1 Einsetzen:
360 ÷ 20 = 18
2 Lagerdauer = 18 Tage
Wippe
Hoher Umschlag → kurze Lagerdauer. Niedriger Umschlag → lange Lagerdauer.
Übung (Spax): Umschlag 6. Lagerdauer (360-Tage-Jahr)?
Lösung360 ÷ 6 = 60 Tage
Komplettaufgabe Alle drei Kennzahlen aus Aufgabe 1 (Sport Busch)

Aufgabe: Anfangsbestand 144 Stück. Monatswerte: 14, 12, 40, 27, 34, 37, 48, 11, 37, 28, 88, 21. Jahresabsatz 221 Stück. Berechne Ø-Bestand, Umschlag, Lagerdauer.

1 Ø Lagerbestand (13 Werte):
(144 + 14+12+40+27+34+37+48+11+37+28+88+21) ÷ 13 = 541 ÷ 13 ≈ 41,6 Stück
2 Umschlag:
221 ÷ 41,6 ≈ 5,3-mal
3 Lagerdauer:
360 ÷ 5,3 ≈ 68 Tage
4 Ø ≈ 41,6 · Umschlag ≈ 5,3 · Dauer ≈ 68 Tage
Kapitel 7

Einstandspreis / Bezugskalkulation

Was kostet die Ware am Ende wirklich? Immer dasselbe Schema, Schritt für Schritt.

PositionRechnung
ListeneinkaufspreisStartwert
− RabattProzent vom Listenpreis abziehen
= Zieleinkaufspreis
− SkontoProzent vom Zieleinkaufspreis abziehen
= Bareinkaufspreis
+ BezugskostenFracht, Verpackung, Transport dazu
= Bezugspreis (Einstandspreis)Endergebnis
Reihenfolge merken
Liste → Rabatt → Skonto → Bezugskosten. Skonto wird vom Zieleinkaufspreis abgezogen, nicht vom Listenpreis!
Beispiel T-Shirts „Meister" aus Aufgabe 7

Aufgabe: 100 T-Shirts à 7,40 € frei Haus, Verpackungspauschale 10 €, 2 % Skonto. Einstandspreis für 100 Stück?

1 Warenwert: 100 × 7,40 €
100 × 7,40 = 740 €
2 + Verpackungspauschale:
740 + 10 = 750 €
3 − 2 % Skonto (frei Haus, also keine Transportkosten extra):
750 × 2 ÷ 100 = 15 € → 750 − 15 = 735 €
4 Einstandspreis = 735 €
Vergleich Konkurrenzangebot „Bengler" aus Aufgabe 7

Aufgabe: 100 T-Shirts à 8,40 € inkl. Verpackung, 15 % Mengenrabatt, + 0,10 € Transport pro Stück. Einstandspreis?

1 Warenwert: 100 × 8,40 €
100 × 8,40 = 840 €
2 − 15 % Rabatt:
840 × 15 ÷ 100 = 126 € → 840 − 126 = 714 €
3 + Transport (100 × 0,10 €):
714 + 10 = 724 €
4 Einstandspreis = 724 €

Warum trotzdem evtl. der teurere Anbieter? Nicht nur der Preis zählt: Lieferzeit, Zahlungsziel, Qualität, Zuverlässigkeit und Service können den Ausschlag geben.

Übung: Listenpreis 800 €, 5 % Rabatt, kein Skonto, 5 € Bezugskosten. Bezugspreis (€)?
Lösung800 − 5 % (40) = 760 €; + 5 € = 765 €
Übung (voll): Listenpreis 1.000 €, 20 % Rabatt, 3 % Skonto, 204 € Bezugskosten. Bezugspreis (€)?
Lösung1.000 − 20 % (200) = 800 €; − 3 % (24) = 776 €; + 204 € = 980 €
Kapitel 8 · Profi-Aufgabe

Das Sägezahn-Diagramm & die große Schaltungs-Aufgabe

Hier kommt alles zusammen. Diese Aufgabentypen sind im Test besonders punkteträchtig.

Das Lagerbewegungs-Diagramm verstehen

Der Bestand sinkt durch Verbrauch (schräge Linie nach unten), springt bei Lieferung wieder hoch. Daraus ergibt sich die typische „Sägezahn"-Form mit drei waagerechten Linien.

Zeit (Tage) Menge Höchst 80 Melde 45 Mind. 15 bestellen

Sobald die Linie den Meldebestand (orange) erreicht → bestellen. Bis die Lieferung kommt, sinkt der Bestand weiter Richtung Mindestbestand.

Die große Schaltungs-Aufgabe

Komplettaufgabe Velo-Star GmbH Vorbereitungs-Arbeitsblatt

Gegeben: Tagesabsatz 36 Schaltungen. Mindestbestand soll die Fertigung 25 Tage sichern. Lieferzeit 10 Tage. Optimale Bestellmenge 1.440 Stück.

Gesucht: a) Mindestbestand b) Meldebestand c) Höchstbestand d) Bestellzeitpunkt in Stück e) Bestellzeitpunkt in Tagen

a Mindestbestand = Tagesverbrauch × Sicherheitstage:
36 × 25 = 900 Stück
b Meldebestand = (Tagesverbrauch × Lieferzeit) + Mindestbestand:
(36 × 10) + 900 = 360 + 900 = 1.260 Stück
c Höchstbestand = Mindestbestand + optimale Bestellmenge:
900 + 1.440 = 2.340 Stück
d Bestellzeitpunkt in Stück = Höchstbestand − Meldebestand (so viel wird verbraucht, bis man wieder bestellt):
2.340 − 1.260 = 1.080 Stück
e Bestellzeitpunkt in Tagen = verbrauchte Stück ÷ Tagesverbrauch:
1.080 ÷ 36 = 30 Tage
Mind. 900 · Melde 1.260 · Höchst 2.340 · BZ 1.080 Stk = 30 Tage
Selbst rechnen (a): Tagesabsatz 36, Mindestbestand für 25 Tage. Wie hoch ist der Mindestbestand?
Lösung36 × 25 = 900 Stück
Selbst rechnen (c): Mindestbestand 900, optimale Bestellmenge 1.440. Höchstbestand?
Lösung900 + 1.440 = 2.340 Stück
Kapitel 9

Lernkontrolle – wie in der Schulaufgabe

Stift, Papier, Taschenrechner. Erst selbst rechnen, dann Lösung prüfen.

Tipp
Immer zuerst die Formel hinschreiben, dann Zahlen einsetzen. Das gibt Teilpunkte, auch wenn sich ein Zahlendreher einschleicht.
Aufgabe 1 Komplette Kennzahlen

Anfangsbestand 750 €, Summe der 12 Monatsendbestände 14.200 €, Warenabsatz 6.900 €. Berechne Ø-Bestand, Umschlag, Lagerdauer.

a Ø-Bestand: (750 + 14.200) ÷ 13 = 1.150 €
b Umschlag: 6.900 ÷ 1.150 = 6-mal
c Lagerdauer: 360 ÷ 6 = 60 Tage
Aufgabe 2 Meldebestand mit Bearbeitungszeit

Eiserner Bestand 2.000 t, Verbrauch 350 t pro 5-Tage-Woche, Lieferzeit 6 Tage, Bearbeitung 3 Tage. Meldebestand?

1 Tagesverbrauch: 350 ÷ 5 = 70 t
2 Zeit: 6 + 3 = 9 Tage
3 (70 × 9) + 2.000 = 2.630 t
Aufgabe 3 Einstandspreis

100 Hocker, Listenpreis 38 €/Stück, 5 % Rabatt, frei Haus, 2 % Skonto. Einstandspreis für 100 Stück?

1 Warenwert: 100 × 38 = 3.800 €
2 − 5 % Rabatt (190): 3.800 − 190 = 3.610 €
3 − 2 % Skonto (72,20): 3.610 − 72,20 = 3.537,80 €
4 frei Haus → keine Bezugskosten. Endpreis = 3.537,80 €
Aufgabe 4 Schaltungen komplett

Tagesabsatz 36, Mindestbestand für 25 Tage, Lieferzeit 10 Tage, optimale Bestellmenge 1.440. Berechne a)–e) wie in Kapitel 8.

a Mindestbestand: 36 × 25 = 900
b Meldebestand: (36 × 10) + 900 = 1.260
c Höchstbestand: 900 + 1.440 = 2.340
d BZ in Stück: 2.340 − 1.260 = 1.080
e BZ in Tagen: 1.080 ÷ 36 = 30 Tage
Theorie: Welche Aussage stimmt?
Kapitel 10

Spickzettel

Alle Formeln auf einen Blick – dein Lernblatt für den Abend vorher.

Formeln

Mindestbestand (oft)
Tagesverbrauch × Sicherheitstage
Meldebestand
(Tagesverbrauch × Lieferzeit) + Mindestbestand
Bestellmenge
Höchstbestand − Mindestbestand
Höchstbestand
Mindestbestand + optimale Bestellmenge
Bestellzeitpunkt in Stück
Höchstbestand − Meldebestand
Bestellzeitpunkt in Tagen
(Höchst − Melde) ÷ Tagesverbrauch
Ø Lagerbestand (2 Werte)
(Anfangs- + Endbestand) ÷ 2
Ø Lagerbestand (12 Monate)
(Anfangsbestand + Summe 12 Monatsendbestände) ÷ 13
Umschlagshäufigkeit
Warenabsatz ÷ Ø Lagerbestand
Ø Lagerdauer
360 ÷ Umschlagshäufigkeit
Bezugskalkulation
Liste − Rabatt = Ziel-EK
Ziel-EK − Skonto = Bar-EK
Bar-EK + Bezugskosten = Bezugspreis

Merksätze

  • Fix = mengenunabhängig (Miete, Personal). Variabel = mengenabhängig (Verderb, Zinsen, Verpackung).
  • Kapitalbindung = Geld steckt in der Ware, ist erst nach Verkauf wieder frei → zählt als Kosten.
  • 12 Monate → durch 13 teilen.
  • Lieferzeit + Bearbeitungszeit addieren, wenn beide genannt sind.
  • Hoher Umschlag = gut → kurze Lagerdauer → niedrige Kosten.
  • Risiken: Smartphone→Technik · Kleidung→Mode · Stahl→Qualität · Lebensmittel→Verderb.
  • Skonto vom Zieleinkaufspreis abziehen, nicht vom Listenpreis. „Frei Haus" = keine extra Bezugskosten.

Reihenfolge bei „Berechne alles"

  1. Ø Lagerbestand
  2. Umschlag = Warenabsatz ÷ Ø-Bestand
  3. Lagerdauer = 360 ÷ Umschlag
Zum Schluss
Schlaf gut, geh am Morgen den Spickzettel einmal durch. Du hast alle Aufgabentypen aus deinen Unterlagen geübt – das reicht.
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